Reimport-Händler: Sparen beim Neuwagen

Das Fahrzeug-Tuning ist längst ein weltweites und gesellschaftlich verbreitetes Phänomen. In seiner englischen Wortwurzel bedeutet „to tune“ etwas abstimmen oder anpassen. Dies beinhaltet dann die Abstimmung und das in Einklang bringen an die eigenen geschmacklichen und ästhetischen Vorlieben. Aus diesem Grund kann das Tunen eine reiche Vielzahl an Facetten annehmen. Sei es hinsichtlich des mechanischen oder elektronischen Motortunings oder Anpassungen am Fahrwerk. Daneben existieren natürlich auch die optischen Verbesserungen und insbesondere die Verschönerungen an Karosserie oder Exterieur und Interior. Die einen mögen eine schlichtere optische Anpassung und Feinjustierung der Motorik und andere wiederum bevorzugen eine knalligere Optik. Weitere Präferenzen existieren auch, ob das Tuning mit einem alten, oder älteren Auto durchgeführt wird, oder einem Neuwagen geplant ist oder daran durchgeführt wird. Die Herausforderungen und Voraussetzungen bleiben dabei stets vergleichbar gleich, denn für das Tuning benötigen wir vor allem vier Dinge: Leidenschaft, Wissen, ein Auto und finanzielle Mittel. Die ersten beiden Eigenschaften sind bestenfalls angeboren oder werden mit der Zeit erworben und verfeinert. Existiert der Wunsch, sich einen Neuwagen zuzulegen, so gibt es die Möglichkeit, sich Geld beim Erwerb des Traum-Neuwagens zu sparen und es später in das Tuning einfließen zu lassen. Das Zauberwort: EU-Reimporte!

Doch was sind eigentlich EU-Reimporte? Rentiert sich das Sparpotential und auf was sollte geachtet werden?

Bei einem EU-Reimport handelt es sich um einen Vorgang, bei dem eine Person aus Deutschland ein Fahrzeug erwirbt, welches eigentlich für den Verkauf in einem anderen Land vorgesehen war bzw. dorthin ausgeliefert wurde. Dabei kann es sich um ein in Deutschland oder im Ausland hergestelltes Fabrikat handeln. Der Vorteil dabei ist, dass, je nach Land, die Nettopreise für ein Auto im Ausland deutlich niedriger sein können als in Deutschland und bei einem Verkauf nach Deutschland die nationalen Abgaben entfallen und nur die deutsche Mehrwertsteuer entrichtet werden muss. Gleichzeitig sind aufgrund der niedrigeren Kaufkraft in anderen Ländern die Autos nochmals günstiger im Kaufpreis.

Als Möglichkeiten zum Reimport-Neuwagen kann der Eigenimport durchgeführt werden, dazu muss allerdings viel recherchiert werden und im Vorfeld viel Kontakt mit den Autohändlern durchgeführt werden, bevor das Auto abgeholt werden kann. Es bietet sich größtenteils für Personen in Grenzregionen an. Gleichermaßen gibt es noch Vermittler und Händler.  Diese unterscheiden sich dahingehend, ob deutsches oder nationales Recht Anwendung findet. Über einen Reimport-Händler zu gehen ist dabei meist eine sehr einfache und komfortable Option. So lässt sich aus einer Vielzahl von Herstellern und Modellen wählen und auch die gesamte Ausstattung aussuchen. Das Auto existiert entweder bereits nach den eigenen Wünschen oder wird gewissermaßen für einen selbst, für das Ausland und dem anschließenden Reimport, gebaut, das heißt keine Kompromisse. Mit dem Abwickeln über den Händler kommen auch weitere Vorteile hinzu, so werden die notwendigen Unterlagen (COC-Papiere, sprich die Betriebserlaubnis, Neuwagenbescheinigung) von diesen erstellt und im Vorhinein in Kopie versendet oder schließlich bei Übergabe überreicht, sodass selbst meist nur das Kurzzeitkennzeichen beantragt werden muss. Bei einigen kann das Auto sogar bis vor die Haustür geliefert werden. Ein wichtiger Hinweis ist noch, dass Reimporte die gleichen Garantieleistungen aufweisen, wie inländische Autos. Nur wird bereits die Erstzulassung oder die Übergabe an den Händler als Startdatum festgelegt, dies sollte immer im Hinterkopf behalten werden. Zusätzlich sollte geprüft werden, dass die gestempelten Garantieunterlagen (Serviceheft/Garantiekarte) mit Auslieferungsdatum und Fahrgestellnummer übergeben werden. Bei Händlern ist dies ein routinierter Vorgang.

Es lässt sich festhalten, dass Reimporte eine hervorragende Gelegenheit sind, bei der Anschaffung eines Neuwagens zu sparen und bereits gleichzeitig das Auto nach eigenen Wünschen vorzuformen. Den Rest des gesparten Geldes lässt sich hervorragend in das gewünschte Tuning investieren.

Foto-Quelle: © Depositphotos.com/GalinaGGM