Was haben Corona, Autopfand und Tuning Trends gemeinsam?

Die Zeiten, in denen es im Tuning einzig und allein um ein „höher, schneller und weiter“ ging, sind lange vorbei. Mittlerweile arbeiten viele Tuner nicht nur daran, Fahrzeuge effizienter und umweltfreundlicher werden zu lassen, sondern verwenden auch zunehmend hochmoderne Werkstoffe wie Carbon oder gar Teile, die aus dem 3D Drucker stammen. Von teuren Investitionen können vor allem Selbstständige, aber auch Privatpersonen, die sich aufgrund der finanziellen Einbußen im Jahr 2020 gezwungen sehen, ein geliebtes Fahrzeug zu verkaufen, jetzt profitieren. Denn der Vorteil, den das Tuning nahezu immer bietet, ist die Wertsteigerung eines Fahrzeugs. Das zeigt sich sowohl dann, wenn es an den (notgedrungenen) Verkauf geht, als auch bei der Überbrückung kurzfristiger finanzieller Engpässe.

Kfz-Pfandleihhäuser sind teilweise bereit, die Tuningparts einzurechnen und dadurch höhere Summen zu verleihen. Wer sich von seinem Tuning Projekt nicht sofort trennen möchte, aber auf Bares in der Tasche angewiesen ist, kann mithilfe einer zweitweisen Verpfändung die Coronakrise aussitzen. Beim Autopfandkredit im Kfz-Pfandkredithaus Wittlich beispielsweise kann der Besitzer sein Fahrzeug sicher abstellen, sodass bei dieser Form des Geldbeschaffens keinerlei Risiken für das Fahrzeug selbst entstehen. Doch zurück zu den etwas erfreulicheren Themen des Jahres. Corona hin oder her, in der Garage ist man meistens alleine, der obligatorische Mindestabstand ist auch kein Problem und somit steht zumindest dem besten Hobby der Welt nichts im Weg.

Tuning aus dem 3D-Drucker

Tuning kann ein teures Hobby sein, zumal jeder Anbau, Umbau oder Rückbau den strengen Vorgaben gemäß § 22a StVZO entsprechen muss. Wer clever ist, kann jedoch überall ein klein wenig sparen. Im Jahr 2020 existieren eine Reihe spannender Trends in der Tuningwelt. Lassen wir die Leistungssteigerungen zunächst einmal beiseite und widmen wir uns gänzlich neuen Techniken, namentlich dem 3D Drucker.

Richtig gelesen: der 3D Druck hat im Tuningbereich Einzug gehalten, was sich unter anderem an neu gestalteten Felgen zeigt. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn viele kleinteilige Arbeiten lassen sich nunmehr problemlos drucken und müssen nicht mehr in aufwändiger und damit teurer Handarbeit durchgeführt werden. Das beginnt bei den Stegen und setzt sich in Dekorelementen zwischen den Felgen fort. Eine Felge aus dem 3D-Drucker ist stets „aus einem Guss“ und entsprechend stabil und haltbar. Eine Revolution? Das könnte man so nennen, zumindest, wenn man die Räder in den Fokus nimmt.

Viele neue Farben und Lackierungen

Ebenfalls ein Aspekt von Tuning im Jahr 2020 ist die Farbgebung. Schon klar: die Zahl der möglichen Farben lässt sich nicht verändern, wohl aber die Art und Weise, wie diese aufgetragen werden. Wer sagt zum Beispiel, dass ein Fahrzeug immer nur einfarbig ausfallen muss.

In den USA sind zum Beispiel spiegelnde Oberflächen schon lange gang und gäbe. Hierzulande existieren jedoch noch Restriktionen, sodass das Maximum an Glamour und Bling-Bling (noch) nicht erzielbar ist. Möglich sind jedoch die Camouflage-Optik oder das Folieren, was noch mehr Effekte möglich macht. Auch hier muss man sich allerdings im Einklang mit dem Gesetzgeber befinden und darf nur mit Folierungen arbeiten, die eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) besitzen. Maximal extravagant ist das neu entwickelte Vantablack, bestehend aus gerichteten Kohlenstoffnanoröhren, das als „schwärzestes Schwarz“ gilt. BMW präsentiert im Rahmen der IAA 2019 einen X6 mit dieser Lackierung, die mangels Reflexionsmöglichkeit jedoch keine Straßenzulassung besitzt.

Carbon als Werkstoff

Zugegeben: so ganz neu ist Carbon als Werkstoff natürlich nicht. Es werden allerdings immer mehr Teile aus diesem superleichten Material hergestellt und sorgen für eine Gewichtsreduzierung.

Ein Beispiel sind Carbonfelgen, bei denen die Hersteller offenbar auch Verfahren aus der Textilverarbeitung anwenden. Die meisten Experten sind sich sicher, dass Carbonfelgen den Wert eines Fahrzeugs steigern. Der Einsatz von Carbon ist bei Weitem nicht nur auf die Felgen beschränkt. Luftsammler werden ebenso aus diesem erstaunlichen Material hergestellt wie Spiegelkappen und auch einen Intake für einen besseren Sound erhält man in Carbon. Unternehmen, die entsprechende Elemente liefern, sind mittlerweile zahlreich auf dem (deutschen) Markt vertreten.

Trend zum Youngtimer

Neben dem Aufbruch in moderne Zeiten, besinnt man sich in Tuningkreisen gerne auch auf Bewährtes. Die Rede ist von Youngtimern, die 20 oder mehr Jahre auf dem Buckel haben und   zunehmend auf den Straßen gesichtet werden. Besonders beliebt sind der Golf GTI, die erste Modellgeneration des Suzuki Vitara oder auch der T3 von Volkswagen. Youngtimer eignen sich perfekt für das Tuning und sind gewissermaßen „dankbar“. Wer sich für noch ältere Fahrzeuge entscheidet, findet im BMW 3er, dem Golf oder auch Opel Manta und Opel Vectra perfekt geeignete Modelle für eine gründliche Überarbeitung. Der Vorteil ist hierbei auch, dass viele Erfahrungen existieren und man entsprechend schnell an gute Tipps gelangt.