Vertragsende beim Leasing: Leasingauto kaufen oder neuen Wagen leasen?

Für viele Menschen, die ein neues Auto brauchen, stellt sich die Frage, ob das Auto lieber gekauft oder geleast werden soll. Immer mehr Menschen entscheiden sich dabei für das Leasing, da dieses viele Vorteile bietet und flexibler ist als ein Kauf.

Dank des Leasings ist es möglich, ständig ein neues und gepflegtes Auto zu fahren und bei Bedarf das Auto einfach gegen ein neueres auszutauschen. Der Leasingnehmer hat die Wahl und kann sich dann entschieden, ob er seinen aktuellen Mercedes zum Beispiel gegen einen Opel austauschen will.

Doch Leasing ist nicht nur für Unternehmen die Geschäftswagen brauchen interessant, sondern auch für den Privatgebrauch durchaus besser als ein Kauf. Beim Leasing muss keine große Summe in ein Auto investiert werden, sondern monatlich eine geringe Summe, sodass sich viele Menschen Autos leisten können, die sie sich normalerweise niemals kaufen könnten.

Deswegen ist das Leasing vor allem für Autofans eine geeignete Option, um immer ein neues Auto zu fahren. Am Ende der Vertragslaufzeit stellt sich dann dem Leasingnehmer die Frage, ob er das Auto komplett übernehmen und damit kaufen will, den Vertrag einfach auslaufen lässt oder sich aber einen neuen Wagen least. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Methode die beste ist und welche für sie zutrifft.

Das Prinzip des Leasings

Leasing ist mittlerweile fast genauso beliebt wie der Kauf eines Autos. Im Grunde ist Leasing die Miete eines Autos, die meistens von 2 bis zu 6 Jahren dauert. Das Prinzip ist dem des Mietens sehr ähnlich, denn der Leasingnehmer zahlt jeden Monat eine gewisse Gebühr, für die er den Wagen dann fahren darf.

Jedoch besitzt er das Auto nicht und muss es nach Vertragsende wieder zurückgeben. Aber er kann das Auto dann auch für einen Restbetrag abkaufen oder aber einfach ein neues Auto leasen. Der Vorteil am Leasing ist der, dass die Gebühr meistens günstiger ist als bei einem Kredit. Demnach ist der Kauf eines Autos immer teurer am Ende als der direkte Kauf.

Das Restwertleasing

Das Restwertleasing funktioniert so, dass derjenige, der das Auto least vor dem Abschluss des Leasingvertrags einen Wert mit der Gegenseite aushandelt, den der Wagen beim Ende des Vertrags noch haben soll. Dieser Wert bestimmt dann die monatlich zu zahlende Rate, denn je größer der Restwert ist, desto niedriger fallen die monatlichen Raten aus und andersherum sind die monatlichen Raten teurer, wenn der Restwert des Autos eher niedrig ist.

Wer sich dabei sicher ist, dass er das Auto nach dem Ende des Vertrags zurückgeben will, der kann den Restbetrag ruhigen Gewissens sehr hoch ansetzen, so muss man pro Monat viel weniger an Raten bezahlen. Wenn das Auto jedoch gekauft werden soll nach dem Leasing, dann sollte der Restwert niedriger und die Raten viel höher angesetzt werden. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn dann muss am Ende nicht mehr ganz so viel bezahlt werden und das Auto gehört dem Leasingnehmer dann auch.

Wenn der Restwert aber zu hoch angesetzt wird und das Auto soll trotzdem gekauft werden nach dem Auslaufen des Vertrags, dann kann es dazu kommen, dass man für das Auto viel zu viel bezahlt.

In diesem Fall ist der zu zahlende Betrag dann viel höher als der eigentliche Wert, den der Wagen noch hat. Um dies zu vermeiden, sollte bereits vor Vertragsabschluss darüber nachgedacht werden, ob das Auto am Ende gekauft werden soll oder nicht.

Die Kaufoption

Wer sich dazu entscheidet das geleaste Auto nach dem Ende des Vertrags zu kaufen, der muss in seinen Leasingvertrag unbedingt eine sogenannte Kaufoption einbauen lassen. Ohne diese Kaufoption ist es schlicht unmöglich das geleaste Auto am Ende zu erwerben.

Diese Option verschafft dem Leasingnehmer dann da Recht das Auto zu für eine bestimmte Summe zu übernehmen. Allerdings ist die Kaufoption nicht in jedem Fall eine gute Option, denn sie sorgt dafür, dass die monatlich gezahlten Leasingraten nicht von der Steuer abgesetzt werden können. Anders ist es, wenn keine Kaufoption im Vertrag vereinbart wird.

Dann kann der monatlich gezahlte Betrag von der steuer abgesetzt werden. Bei einer Kaufoption ist es lediglich möglich, mit Abschreibungen ein wenig Geld von der Steuer zurückzubekommen. In jedem Fall sollte eine vereinbarte Kaufoption vorher gut überlegt sein.

Das Andienungsrecht

Das sogenannte Andienungsrecht ist ebenfalls eine Option, die bereits im Leasingvertrag festgelegt werden kann. Dabei handelt es sich um eine Regelung, die dem Besitzer des Autos, also dem Leasinggeber, die Entscheidung überlässt, ob der Leasingnehmer das Auto kaufen muss oder nicht.

Ebenfalls wird hier vorher ein gewisser Betrag im Vertrag festgelegt, für den das Auto nach Vertragsende gekauft werden kann. Dann entscheidet der Leasinggeber, ob man als Leasingnehmer das Auto abkaufen muss oder nicht.

Dies kann jedoch für viele Leasingnehmer zum Problem werden. Man sollte sich auch hier im Vorfeld des Leasings Gedanken darüber machen, ob man das Auto wirklich kaufen will am Ende und wenn ja, ob ein Andienungsrecht im Vertrag Sinn macht oder nicht.

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