Was tun bei einem Autounfall?

Es kann jederzeit passieren, auch wenn wir uns noch so vorrausschauend im Straßenverkehr verhalten. Ein Verkahrsunfall, egal ob selbstverschuldet oder fremdverschuldet, ist eine extrem unangenehmen Angelegenheit. Wenn es sich bei dem Unfall nur um reine Blechschäden handelt, dann ist natürlich alles nur „halb so schlimm“, als wenn auch noch Personenschäden hinzukommen. Aber hier gibt es Rechte und vor allem auch Pflichten, die nach einem solchen Vorfall auf die Fahrer zukommen. Die Erledigung der Nachbearbeitung eines Unfalles können dabei auch noch sehr langwierig sein und die letzten Nerven rauben. Nichtsdestotrotz müssen die Dinge geregelt werden und hier kann man sich nützliche Tipps zur Hilfe nehmen, die einem die Nachbearbeitung von Unfallschäden sehr erleichtern. Und das fängt schon beim Organisieren eines Autotransport an, der den oder die beschädigten Wagen von der Unfallstelle abtransportiert, falls diese nicht mehr fahrbereit sind.

Erste Schritte nach einem Unfall

Unverzüglich nach dem Geschehen muss erst einmal die Unfallstelle gesichert werden. Dies erfolgt mit einem Warndreieck, welches ungefähr 50 – 100 Meter von der Unfallstelle platziert werden muss, so dass heranfahrende Fahrzeuge führzeitig gewarnt werden. Das Einschalten der Warnblinkanlage hilft zusätzlich andere Fahrzeuge zu warnen. Ein Muss, wenn man sich frei an der Unfallstelle bewegt, ist das Tragen einer Warnweste. Um den Ablauf des Unfalls und damit auch die „Wer ist schuld“ Frage zu klären, sollte mit der Beweissicherung, schon vor Eintreffen der Polizei, begonnen werden. Dazu können Fotos von der Unfallstelle und den Blechschäden gemacht werden. Auch umherstehende Zeugen sind hier extrem hilfreich und sollten nach Kontaktdaten gefragt werden. Falls Sie sich gegen das Einschalten der Polizei entscheiden, dann ist es ratsam, den Unfallbericht gemeinsam mit dem Unfallgegner auszufüllen. Einen entsprechenden Unfallbericht sollte in jedem Auto vorhanden sein. Nur für den Fall der Fälle.

Das Auto in der Werkstatt – wann wird mit der Reparatur begonnen?

Ist die Schuldfrage eindeutig dann legt die Werkstatt in der Regel bei Bagatellschäden bis 1000 Euro sofort los. Da wird einfach ein Kostenvoranschlag an die Versicherung des Unfallverursachers geschickt und schon kann die Reparatur begonnen werden. Bei höheren Schäden lohnt sich das Einschalten eines Gutachters. Gutachter, wie zum Beispiel Kfz-Gutachter Frankfurt, erstellen dann ein detaillierts Gutachten von dem Unfallschaden und leiten dieses an die Versicherung weiter. Nachdem die gegnerische Versicherung die Kostenübernahme bestätigt hat, kann die Werkstatt loslegen. In den meisten Fällen übernimmt die Abwicklung der Kosten die Werkstatt direkt mit der Versicherung. Es gibt außerdem die Möglichkeit, allerdings nur wenn Sie täglich mehr als 20 km mit dem Auto zurücklegen müssen, sich einen Mietwagen für die Zeit des Ausfalls zu nehmen. Diese Kosten übernimmt dann zusätzlich noch die gegnerische Versicherung (wenn Sie denn nicht der Verursacher waren).

Bild: Bei einem Autounfall muss viel geregelt werden Bildquelle: Blende12 via pixabay.com

Auto wirklich reparieren lassen?

Tatsächlich muss man einen Autoschaden nicht reparieren lassen. Hier hat man die Möglichkeit, die Beule oder den Kratzer einfach am Auto zu belassen und auf die Reparatur zu verzichten. Hier ergibt sich dann eine „fiktive“ Abrechnung. Hier wird die Höhe des Schadens durch die Werkstatt oder einen Gutachter ermittelt und der Betrag wird dann netto direkt ausgezahlt. Sollte der Wagen einen Totalschaden erlitten haben, dann wird die Differenz zwischen Wiederbeschaffungs- und Restwert erstattet.

Polizei ist nicht immer notwendig

Das Einschalten der Polizei ist nicht immer notwendig. Aber in einigen Situationen ist es unumgänglich und notwendig:

  • Miet- oder Firmenwagen: ist ein Miet- oder Firmenwagen im Unfall verwickelt, dann muss man sich den Unfall auf jeden Fall von der Polizei für die Mietwagenversicherung oder die Firma protokollieren lassen.
  • Große Sachschäden: kleinere Bagatellschäden benötigen keine Polizei, sobald aber die Schäden größer sind oder das oder die Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit sind, dann ist es ebenfalls sinnvoll die Polizei einzuschalten.
  • Personenschaden: Bei Personenschaden sollte auf jeden Fall immer die Polizei hinzugezogen werden, um das Unfallgeschehen genaustens zu protokollieren.

Generell kann man sagen, dass die Polizei bei Unfällen festhält, wer von beiden Parteien gegen Verkehrsregeln verstoßen hat. Aber sie klärt nicht die endgültige Schuldfrage. Deswegen nützt es auch nichts am Unfallort auf große Diskussionen mit den Polizisten einzugehen.

Es ist schon öfters mal vorgekommen, dass Leute zu ihren Fahrzeugen zurückkehren und einen Zettel an der Windschutzscheibe haben. Eine andere Person hat ausversehen einen kleinen Kratzer mit seinem Fahrzeug am Auto hinterlassen und hat dafür seine Daten hinterlassen. Aber Vorsicht: dies ist nicht erlaubt und gilt als Unfallflucht, welche dann auch noch bestraft wird.