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Mehr Zeit für das Wesentliche: Der Behördengang entfällt mit i-Kfz komplett!

Die Zulassung mit i-Kfz: Schnell & einfach

Lieber fahren als unnötige Zeit in der Zulassungsbehörde verbringen – wer nach dieser Devise lebt, darf sich bald schon freuen. Ab Herbst 2019 soll die internetbasierte Fahrzeugzulassung, kurz i-Kfz, deutschlandweit gestartet werden. Alle Zulassungsvorgänge lassen sich dann bequem von zu Hause aus erledigen, und zwar rund um die Uhr. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Wagen mit i-Kfz bequem im Internet zulassen und dabei gleich Ihr Wunschkennzeichen reservieren können.

Alle wichtigen Infos in Kürze:

  • ab Herbst 2019 deutschlandweite Online-Zulassung möglich
  • i-Kfz: An- und Abmeldung, Ummeldung und Neuanmeldung online durchführen
  • viele Vorteile: Zulassung 24/7, keine Wartezeiten
  • Wunschkennzeichen gleich mit reservieren, z. B. bei wunschkennzeichen-reservierung.de

Was ist i-Kfz eigentlich?

i-Kfz ist der Projektname der internetbasierten Fahrzeugzulassung, die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bereits seit dem Jahr 2015 umgesetzt wird. Bevor die komplette Online-Zulassung möglich war, musste man zunächst die Weichen für den digitalen Behördengang stellen.

Nach und nach wurden Neuerungen eingeführt: Neu ausgegebene Fahrzeugpapiere tragen mittlerweile einen Sicherheitscode. Zudem wurde ein Onlineportal entwickelt und zur Pilotierung freigegeben. Insgesamt lässt sich das gesamte Digitalisierungs-Projekt in drei Stufen gliedern:

  • Stufe 1: Seit Januar 2015 kann man Fahrzeuge online abmelden.
  • Stufe 2: Seit Oktober 2017 können Fahrzeughalter ihre Wagen auf denselben Halter im selben Zulassungsbezirk wiederzulassen – und all das im Internet. Seit Januar 2018 ist nicht nur der Fahrzeugschein, sondern auch der Fahrzeugbrief mit einem Sicherheitscode ausgestattet.
  • Stufe 3: (Rollout Herbst 2019): Neuzulassungen, Umschreibungen und Wiederzulassungen werden online möglich sein.

Momentan befindet sich die dritte Stufe von i-Kfz in der Realisierung, die die Neuzulassung von Fahrzeugen gänzlich internetbasiert möglich machen soll. Doch wie funktioniert der digitale Zulassungsprozess eigentlich?

Den Wagen online zulassen: So geht’s

Wer sein Auto bisher zulassen wollte, musste zunächst alle benötigten Dokumente zusammensuchen, zur Zulassungsstelle fahren, dort eine Nummer ziehen und dann vor allem eines – warten. Das ist mit der neuen Internetzulassung hinfällig, denn die Fahrzeugzulassung lässt sich künftig vom PC oder Tablet aus erledigen.

Wichtig ist einzig, dass der jeweilige Fahrzeughalter einen Personalausweis mit E-Funktion hat. Neuere Ausweise verfügen bereits standardmäßig über die e-ID. Wer sich unsicher ist, ob der eigene Personalausweis mit der Online-Ausweisfunktion ausgestattet ist, kann bei der zuständigen Behörde nachfragen oder einmal in den zugesandten Unterlagen nachsehen. Denn: Für jeden Personalausweis mit elektronischer Ausweisfunktion wird ein Schreiben mit PIN-Nummer ausgegeben.

Die Online-Zulassung funktioniert dann in nur wenigen Minuten. Über das Portal der zuständigen Zulassungsstelle loggt sich der Fahrzeughalter ein, identifiziert sich mit dem neuen Personalausweis und seiner eID-PIN. Danach gibt er alle relevanten Informationen zum Fahrzeug ein. Diese entnimmt man der Zulassungsbescheinigung Teil I und II und dem Schreiben der Versicherung.

Per Knopfdruck werden die Angaben an die Zulassungsbehörde übermittelt. Vor Ort prüft ein Sachbearbeiter schließlich den Antrag und sendet – insofern alles gepasst hat – die neuen Fahrzeugpapiere und die Zulassungsplakette postalisch an den Fahrzeughalter. Der Weg in die Zulassungsstelle entfällt somit also gänzlich.

Digitalisierung der Behördengänge: Viele Vorteile

Mit dem digitalen Behördengang gehen viele Vorteile einher. So ist es zwar schon seit Kurzem möglich, beispielsweise ein Wunschkennzeichen online zu reservieren. Nach dieser Reservierung musste der Fahrzeughalter aber immer noch persönlich zur Zulassungsstelle gehen und den gesamten Zulassungsprozess abwickeln. Mit i-Kfz wird sich das ändern.

Damit profitieren Fahrzeughalter gleich von mehreren Dingen: Zusätzliche Wege und ein erhöhter Zeitaufwand entfallensomit komplett. Auch ist das Online-Portal 24 Stunden am Tag nutzbar. Das bedeutet: Niemand muss sich mehr nach den Öffnungszeiten der Zulassungsstelle richten und womöglich sogar Überstunden oder einen freien Tag opfern, um den eigenen Wagen zuzulassen.

Die internetbasierte Fahrzeugzulassung entlastet außerdem die Sachbearbeiter in den Behörden, die sich auf das Wesentliche konzentrieren können und weniger „Durchgangsverkehr“ haben. Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass i-Kfz ein großes Potenzial für alle Beteiligten birgt!

Online-Kfz-Zulassung: Autos mit i-Kfz an- und abmelden

Mit stundenlangem Rumsitzen auf der Zulassungsstelle soll nun Schluss sein: Mit i-Kfz können Autos online angemeldet und abgemeldet werden. Wir klären, wie die Online-Zulassung funktioniert, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen und was bei der onlinebasierten Kfz-Zulassung zu beachten ist.

Erste Stufe: Internetbasierte Abmeldung (Außerbetriebsetzung)

Seit 01. Oktober 2017 können Fahrzeughalter durch das so genannte i-Kfz eine onlinebasierte Fahrzeug-Wiederzulassung nutzen. Das neue i-Kfz stellt dabei die zweite Stufe der digitalen Kfz-Zulassung unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) dar. Bereits mit der ersten Stufe des i-Kfz hatten Fahrzeughalter seit 01. Januar 2015 die Möglichkeit, ab 01. Januar 2015 zugelassene Fahrzeuge im Internet abzumelden. Die Online-Abmeldung konnte – sofern vorhanden – wahlweise über ein dezentrales Online-Portal des Landes bzw. des kommunalen Straßenverkehrsamtes oder über das zentrale Portal des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) erfolgen.

Zweite Stufe: Kfz-Zulassung online (Anmeldung)

Nunmehr können dieselben Fahrzeuge im Onlineverfahren wieder zugelassen werden. Wichtig zu wissen: Es folgen noch weitere Entwicklungsstufen bei der Online-Zulassungsstelle. Beispielsweise soll es in naher Zukunft (ab 2018) möglich sein, völlig neue als auch ältere Autos anzumelden oder eine generelle Ummeldung von Kraftfahrzeugen im Internet vorzunehmen. Für die An-, Ab- oder Ummeldung eines Fahrzeugs können daher in den kommenden Jahren unzählige, nervenaufreibende Behördengänge eingespart werden. Es ist damit zu rechnen, dass sowohl die personelle als auch technische Ausstattung der Kfz-Zulassungsstellen sowie der Straßenverkehrsämter zunehmend auf das neue Online-Zulassungsverfahren angepasst werden. Infos zu den Aufgaben und Dienstleistungen einer kommunalen Zulassungsstelle gibt es auf der jeweiligen Internetseite sowie in der Übersicht der Straßenverkehrsämter in Deutschland.

Voraussetzungen für die Online-Zulassung

Die internetbasierte Online-Zulassung von Kraftfahrzeugen geht bis dato mit allerhand Voraussetzungen und speziellen Eigenheiten einher. Möglich ist die Online-Zulassung entweder auf der Webseite des kommunalen Straßenverkehrsamtes oder beim entsprechenden Landesportal. Bisher können beispielsweise nur solche Fahrzeuge online ab- oder angemeldet werden können, die ihre Plaketten zur Kfz-Hauptuntersuchung von der Prüforganisation KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V) erhalten haben – dazu gehören im Übrigen nicht nur PKWs, sondern auch Motorräder oder Anhänger. Somit erfolgen Nachweis der bestandenen Hauptuntersuchung als auch Sicherheitsprüfung im Rahmen des Online-Zulassungsverfahrens durch einen Datenabgleich mit dem Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR). Sind hier die Daten zur HU hinterlegt, kann die digitale Kfz-Zulassung im Internet durchgeführt und abgeschlossen werden. Bei der Online-Zulassung sollte man daher den aufgedruckten Expresscode auf dem HU-Bericht bereithalten. Bei der Online-Zulassung muss zudem die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) des Fahrzeugs vorliegen und angegeben werden.

Online-Wiederzulassung nur auf denselben Halter bei gleichem Wohnbezirk

Zugleich kann die internetbasierte Wiederzulassung eines Fahrzeugs nur dann erfolgen, wenn Halterin bzw. Halter den Wohnsitz im selben Wohnbezirk hat, in dem die Abmeldung bzw. Außerbetriebsetzung des Kraftfahrzeugs stattgefunden hat. Das bedeutet aber auch: Die Anmeldung ist nur möglich, wenn das Fahrzeug bereits im selben Zulassungsbezirk auf die Halterin bzw. den Halter nach dem 01. Januar 2015 zugelassen war. Seit 01. Januar 2015 vergeben Zulassungsstellen nämlich neuartige Plaketten und neue Zulassungsbescheinigungen mit verdecktem Sicherheitscode. Baujahr als auch Erstzulassung sind für die daher Online-Anmeldung unerheblich.

Freigerubbelter Sicherheitscode auf Zulassungsbescheinigung Teil I

Außerdem muss eine gültige Reservierung des Kennzeichens für die Wiederzulassung vorliegen. Wichtig auch: Die Zulassungsbescheinigung Teil I – der Fahrzeugschein – muss über den bei Außerbetriebsetzung freigelegten (freigerubbelten) Sicherheitscode verfügen. Dabei handelt es sich um eine Siegelplakette mit hinterlegten Sicherheitscode – ähnlich einem Rubbellos. Alle Fahrzeuge, die ab dem 01. Januar 2015 neu- oder wiederzugelassen worden sind, verfügen über eine solche Stempelplakette mit verdeckten Sicherheitscode im Fahrzeugschein. Bei der Wiederzulassung ist natürlich noch weiterhin die VB-Nummer der jeweiligen Versicherungsgesellschaft bzw. die Nummer der elektronischen Versicherungsbestätigung zum Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung sowie ein gültiges Girokonto samt gültiger Bankdaten für das SEPA-Lastschriftverfahren (Kfz-Steuer und sonstige Abgaben) notwendig.

Identifikation mit e-Personalausweis wird vorausgesetzt

Für die digitale An- und Abmeldung eines Kraftfahrzeuges muss der Halter zugleich im Besitz eines neuen Personalausweises samt Online-Identifikation sein. Alternativ genügt auch ein elektronischer Aufenthaltstitel (eAT) für die Online-Beantragung. Für die Online-Identifikation mit dem neuen, elektronischen Personalausweis (nPA) muss ein entsprechendes Kartenlesegerät vorhanden und die Online-Ausweisfunktion (eID-Funktion) aktiviert sein. Alternativ zum Kartenlesegerät kann die Online-Identifikation mit neuem Personalausweis aber auch mit einem NFC-fähigen Smartphone sowie der Ausweis-App erfolgen.

TÜV- und Zulassungsplaketten werden per Post verschickt

Plaketten als auch Zulassungsbescheinigung Teil I werden nach erfolgter Online-Anmeldung per Postweg verschickt. Kostenlos ist die digitale Kfz-Zulassung natürlich nicht – sowohl bei der Online-Kfz-Abmeldung als auch bei der Online-Kfz-Anmeldung wird eine Gebühr von rund 6,10 Euro fällig, die wahlweise mittels Giropay oder mittels Kreditkarte entrichtet werden kann. Die Kosten der An- oder Abmeldung im Internet können im wenige Cent im Einzelfall variieren. Der Bescheid der Zulassungsstelle über die durchgeführte Außerbetriebsetzung oder die Neuanmeldung erfolgt postalisch oder per De-Mail. Zulassungsunterlagen sowie Stempelplakettenträger zum Selbstaufkleben auf das Kennzeichen werden per Post an die Halterin oder den Halter verschickt und müssen in Eigenregie angebracht werden. Als Abmelde- und Anmeldedatum gilt der Bearbeitungszeitpunkt der Zulassungsbehörde.