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Winterreifen-Kennzeichnung (Alpin-Symbol): Pflicht ab 2018

Ab dem 01. Januar 2018 müssen Winterreifen mit dem so genannten Schneeflocken-Symbol versehen sein. Das Piktogramm ist damit Pflicht für alle Pneus mit Wintertauglichkeit, damit sie auch tatsächlich als Winterreifen gelten. Die Neuregelung ist entsprechend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und gilt ab dem 01. Juni 2017. Für Reifen, die bis zum 31. Dezember 2017 produziert werden und lediglich über das M+S-Symbol verfügen, gilt eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024.

Die meisten Reifen-Hersteller – insbesondere Hersteller aus dem Premium-Segment wie auf www.reifen2go.de/winterreifen/ – nutzen das Schneeflocken-Symbol bereits heute. Abseits davon sind auch zahlreiche Ganzjahres-Reifen bzw. Allwetter-Reifen mit der Schneeflocke ausgestattet. Unter dem Schneeflocken-Symbol versteht man ein Piktogramm, das erst dann für einen Reifen vergeben wird, wenn der Pneu im Vergleich mit einem Referenz-Reifen eine entsprechende Leistungsfähigkeit auf winterlichen Straßenverhältnissen aufweist. Das Schneeflocken-Piktogramm ist auch als 3PMSF-Symbol bekannt, was soviel wie „3 Peak Mountain Snow Flake“ bedeutet.

Unterschied M+S-Symbol und Schneeflocken-Symbol

Goodyear-Winterreifen. Foto: bmc.goodyear.eu

Bereits seit längerer Zeit werden Winterreifen als auch vereinzelte Allwetterreifen mit der M+S-Kennzeichnung versehen. Das Problem: Das M+S-Symbol gibt lediglich Auskunft über eine bessere Traktion bei Schnee und Eis. Eine nachprüfbare oder verbindliche Mindestanforderung an den Reifen verspricht das M+S-Symbol hingegen nicht. Das Schneeflocken-Symbol (3PMSF) – auch Alpin-Symbol genannt – gibt jedoch Auskunft über eine spezifische Testprozedur, die der Reifen im Rahmen seiner Reifenlabel-Zertifizierung zu überstehen hat. Damit erfüllen alle Reifen mit dem Schneeflocken-Symbol verschiedene Mindestanforderungen an einen guten Winterreifen. Speziell setzt sich die Testprozedur unter anderem aus dem Einsatz auf schneebedeckter Straße zusammen. Dabei wird die Traktion des Reifens im Vergleich zu einem Standardreifen gemessen. Im Vergleich zum Referenz-Reifen muss der getestete Reifen beim Traktionstest um mindestens 25 Prozent besser abschneiden. Ist das nicht der Fall, wird der Reifen nicht für das Alpin-Reifen-Symbol zertifiziert.

Was ist Pflicht – M+S oder Schneeflocken-Symbol?

Viele europäische Länder schreiben Winterreifen zu saisonalen oder situativen Zeiten vor. Auch in Deutschland gibt es eine situative Winterreifen-Pflicht. Somit muss ein Kraftfahrzeug – beispielsweise ein herkömmlicher PKW – bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Schnee, Eis oder Schneematsch mit solchen Reifen ausgerüstet sein, die auch so konzipiert sind, dass sie bei den jeweiligen Straßenverhältnissen auch entsprechende Fahrleistungen bieten können. Ein Winterreifen wird dabei entweder durch die M+S-Kennzeichnung oder alternativ durch das Schneeflocken-Symbol ausgewiesen. Dennoch ist Vorsicht geboten: Insbesondere chinesische als auch amerikanische Billig-Reifen-Hersteller können das „Three-Peak-Mountain-Snowflake“-Zeichen unter Umständen fälschen, so dass gar keine hinreichenden Fahreigenschaften im Winter gewährleistet sein können.

Höheres Bußgeld für unzulässige Bereifung

Zugleich gilt ab dem 01. Juni 2017 ein höheres Bußgeld für das Fahren mit unzulässiger Bereifung (weiteres dazu hier) bei entsprechend winterlichen Straßenbedingungen. Wer mit falschen Reifen bei Schnee, Schneeglätte, Glatteis sowie Schneematsch und Eis- oder Reifglätte unterwegs ist und gegen § 2 Abs. 3a StVO verstößt, muss nunmehr mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro sowie einem Punkt im Fahreignungsregister rechnen. Zugleich wird jedoch nicht nur der Fahrzeugführer, sondern auch der Fahrzeughalter bestraft: er hat sogar mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro sowie einen Punkt in Flensburg zu rechnen. Kommt es durch die falsche Bereifung zu einer Behinderung des Verkehrs, droht sogar ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro. Wer andere durch die falsche Bereifung gefährdet, muss sogar 100 Euro blechen.

Winterreifen richtig lagern

Die Tage werden länger und die ersten Vögel zwitschern fröhlich von den Bäumen – der Frühling hält Einzug. Für Autofahrer bedeutet dies, dass das geliebte Fahrzeug nun fit für den Sommer gemacht wird. Dazu gehört es selbstverständlich auch, die Reifen zu wechseln. Denn die nassen und matschigen Winterstraßen werden nun von einem heißen Asphalt und trockenen Untergründen abgelöst. Wer für sein Auto die Vorteile von Allwetterreifen nicht nutzt, der hat zu jeder Saison ein paar ungenutzte Reifen in der Garage. Damit die Winterreifen die Lagerung im Sommer gut überstehen, gibt es ein paar hilfreiche Tipps und Tricks zu beachten.


Hochwertige Winterreifen haben generell eine lange Lebensdauer aufzuweisen. In Kombination mit der richtigen Lagerung können Autofahrer daher das Beste aus den Reifen herausholen. Es ist entsprechend sinnvoll, die Reifen beim Fachhändler zu erwerben. Online Shops wie Tyre-Pool bieten dabei nicht nur eine umfangreiche Auswahl für Reifen, sondern auch spezifische Informationen zu Winterreifen. So gibt es auf der Webseite https://www.tyre-pool.de/winterreifen/ unter anderem Tipps für die richtige Wahl der Reifen und interessante Fakten zum Aufbau von Winterreifen nachzulesen. Diese Informationen helfen dabei zu verstehen, warum die korrekte Lagerung von Winterreifen die Lebensdauer positiv beeinflusst.

Die Vorteile der korrekten Lagerung von Winterreifen

Viele neigen dazu, die Reifen einfach in die Ecke der Garage zu stellen und dort zu vergessen. Das kann schnell dazu führen, dass die Räder an Leistung verlieren. Auf einer langen Sicht verkürzt dies nicht nur die Haltbarkeit der Reifen, sondern kann auch zu einem gefährlichen Sicherheitsrisiko führen. Es gibt eine Reihe von Aspekten, die für eine vorschriftsgemäße Reifenlagerung zu beachten sind:

  • Reifenzustand
  • Luftdruck
  • Räder kennzeichnen
  • Lagerort
  • Reifenpositionierung

Diese und weitere Punkte müssen für das Einlagern der Winterreifen beachtet werden. Generell sollten keine beschädigten Reifen die heißen Sommermonate in der Garage verbringen. Die Lauffläche und die Seitenwände müssen sorgfältig überprüft werden. Sind dort Beschädigungen zu sehen oder Fremdkörper vorhanden, ist es eventuell an der Zeit, den Reifen zu ersetzen – das Einlagern ist entsprechend unnötig. Stellt man frühzeitig fest, dass der Reifen nicht mehr brauchbar ist, verschafft man sich zusätzlich ausreichend Zeit, um diesen zu ersetzen. So erspart man sich den Ärger, zu Winterbeginn ohne einen kompletten Satz Reifen dazustehen.

Reifen, deren Profil unter der Mindesttiefe von 1,6 mm liegt, dürfen nicht im Straßenverkehr genutzt werden. Um die Profiltiefe exakt zu messen, bietet es sich an, einen speziellen Reifenprofil-Tiefenmesser zu verwenden. Ist dieser nicht Teil des eigenen Werkzeugkastens, können die Geräte in der Regel in einer Werkstatt und in speziellen Reifenshops kostenlos ausgeliehen werden, um das Profil vor Ort zu messen. Es ist auch möglich, das Profil mit einer 1-Euro-Münze zu messen.

Für die Lagerung von Kompletträdern müssen auch die Felgen begutachtet werden. Eine verbeulte Felge kann das Fahrverhalten der Reifen durchaus negativ beeinflussen. Ist eine Roststelle vorhanden, muss diese unbedingt vor dem Einlagern behandelt werden. Bleibt sie unbeachtet, kann sich der Rost weiter in die Felge fressen und einen größeren Schaden anrichten. Eine frühzeitige Behandlung kann Schlimmeres zumeist verhindern.

Der passende Reifendruck für die Lagerung

Autofahrern ist nicht immer bewusst, dass Reifen unentwegt an Luft verlieren – auch wenn sie ungenutzt in der Lagerung sind. Für jeden Reifen gibt es einen vom Hersteller empfohlenen Reifendruck. Für die Lagerung sollte dieser leicht erhöht werden. Dies verhindert, dass die Reifen zum Saisonbeginn einen extrem geringen Druck aufweisen.

Räder kennzeichnen und rotieren

Das Radprofil fährt sich nicht auf allen vier Rädern gleichmäßig ab. Daher ist es wichtig, die Räder achsenweise auszutauschen. Experten geben an, dass ein Austausch etwa alle 10.000 Kilometer vorgenommen werden sollte. Autofahrer, denen ein regelmäßiger Wechsel zu aufwendig ist, können den Austausch der Saisonreifen dazu nutzen, um diese zu rotieren.

Dafür einfach die Reifen vor der Lagerung kennzeichnen. Auf der Lauffläche kann die letzte Position mit einem Wachsstift oder mit Kreide aufgezeichnet werden. Eine passende Kennzeichnung wäre zum Beispiel HL für „hinten links“ oder VR für „vorne rechts“. Die Beschriftung kann in der nächsten Saison abgewaschen werden. Sie fährt sich allerdings auch nach wenigen Tagen von den Reifen ab.

Den passenden Lagerort wählen

Im Idealfall werden die Reifen an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort aufbewahrt. Das schont vor allem die Materialien. Insbesondere eine direkte Sonneneinstrahlung kann zu Schäden führen. Die Reifen trocken schneller aus und werden brüchig. Verschmutzungen wie Öl, Fett oder Lösungsmittel können das Gummi ebenfalls angreifen. Ein sauberer Untergrund ist für die Lagerung entsprechend wichtig.

Winterreifen in der richtigen Position lagern

Abhängig davon, ob man Kompletträder oder Reifen ohne Felgen lagert, muss eine andere Position für die Lagerung gewählt werden. Reifen ohne Felgen sollte man am besten stehend einlagern. Um eine Verformung zu vermeiden, sollte man die Reifen alle vier bis sechs Wochen um 90° drehen. Wer Kompletträder ohne die Hilfe von einem Felgenbaum oder einer Wandhalterung lagert, sollte diese liegend übereinander stapeln. Es ist nicht notwendig, die Reifen während der Lagerzeit zu bewegen. Um eine Beschädigung der Felgen zu vermeiden, können Baumwolltücher zwischen die Reifen gelegt werden.

Hinweis: Selbst bei einer korrekten Lagerung und einem erstklassigen Fahrverhalten verlieren die Reifen im Laufe der Zeit ihre sicheren Brems- und Fahreigenschaften. Das Material verhärtet und ist weniger flexibel. Dies kann zu Bruchstellen führen. Im Ernstfall kann bereits eine leichte Überlastung während der Fahrt den Reifen ernsthaft beschädigen. Reifen sollten daher nach einer Nutzungsdauer von acht Jahren ausgetauscht werden, selbst wenn die Profiltiefe noch ausreichend ist.

Tuningcars optimal verkaufen

Besonderheiten beim Verkauf getunter Autos

Immer mehr Tuningcars fahren auf deutschen Straßen, denn Fahrzeughalter nutzen zunehmend die Möglichkeiten, die Leistung ihres Autos durch Umbauten oder ein Chip-Tuning zu steigern. Außerdem werden viele Fahrzeuge auch optisch umgestylt. Auffällige Lackierungen, Bodykits oder eine besonders breite Bereifung geben dem Serienfahrzeug einen individuellen Touch. Wenn das Tuningcar jedoch verkauft werden soll, stoßen die Autobesitzer oft auf unvorhergesehene Probleme. Online-Portale, die sich auf den Ankauf gebrauchter PKW spezialisiert haben, bieten eine kostenlose und sichere Möglichkeit, wenn man seinen Gebrauchtwagen verkaufen möchte.

Warum ist ein Tuningcar schwieriger zu verkaufen?

Der Besitzer eines Tuningcars hat in der Regel viel Zeit, Mühe und Geld in die Umrüstung seines Autos investiert und betrachtet das Tuning als wertsteigernd. Immerhin ist das Auto leistungsstärker und hat einen stylischen Look, der die Blicke auf sich zieht. Wenn es darum geht, einen Käufer zu finden, kann aber gerade das ein Hindernis sein. Je ausgefallener das Design des Fahrzeugs ist und je mehr technisch verändert wurde, desto kleiner wird die Gruppe potentieller Käufer. Ein extravaganter Geschmack wird nicht von vielen Kaufinteressenten geteilt. Die Suche nach einem Käufer, der einen akzeptablen Preis zahlt, ist deshalb oft nervenaufreibend und langwierig. Der Wiederverkaufswert hängt jedoch von der Nachfrage ab. Aus diesem Grund sollte der Tuning-Fan darauf achten, dass die Umbauten nicht zu auffällig sind, da ansonsten die Zahl potentieller Käufer relativ gering ist und der Wiederverkaufswert deshalb sinkt.

Wie kann der Wiederverkaufswert eines Tuningcars gesteigert werden?

Käufer betrachten getunte Fahrzeuge meist besonders kritisch. Der Wiederverkaufswert ist wesentlich höher, wenn das Tuning technisch einwandfrei durchgeführt wurde und alle Einbauteile mit amtlichen Prüfzeichen versehen sind. Im Anschluss daran sollten die Veränderungen genehmigt und ordnungsgemäß in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Fehlen diese Genehmigungen, ist die Betriebserlaubnis nicht mehr gültig, wenn die Fahrzeugart verändert wurde oder nach dem Tuning veränderte Geräusch- sowie Abgaswerte gemessen werden. Ein wichtiger Punkt für Käufer ist die Reifen-Rad-Zusammenstellung. Diese sollte zum einen ebenfalls genehmigt werden und zum anderen muss sichergestellt sein, dass passende Ersatzreifen verfügbar sind. Vor dem Verkauf sollten also alle eventuell noch nicht vorhandenen Genehmigungen nachgeholt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Tuning rückgängig zu machen. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn das Auto durch das Tuning optisch extrem verändert wurde und sich aus diesem Grund kein Käufer findet. Da diese Rückbaumaßnahmen jedoch sehr teuer werden können, sollte man den finanziellen Aufwand mit dem zu erwartenden Mehrerlös vergleichen.

Online-Portale bieten gute Verkaufsmöglichkeiten

Mit der Nutzung eines Online-Portals erspart sich der Tuning-Fan die geschilderten Probleme. Vor dem Verkauf erfolgt eine kostenlose Bewertung, bei der ein fairer Preis ermittelt wird. Ist dieser Preis akzeptabel, kann der Verkauf innerhalb eines Tages inklusive der sofortigen Bezahlung abgeschlossen werden, sodass für den Verkäufer die langwierige Suche nach einem Kaufinteressenten entfällt. Als zusätzlicher Service werden auch alle Abmeldeformalitäten übernommen, sodass der Verkauf reibungslos und rechtssicher abgewickelt wird. Die Dienstleistungen der Online-Portale sind TÜV-zertifiziert und bieten eine hervorragende Möglichkeit, auch extravagante Tuningcars sehr schnell zu einem guten Preis zu verkaufen.

Schon gewusst? Unterschiede zwischen Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkasko-Versicherungen

In Deutschland können Kfz-Versicherung grundsätzlich in drei verschiedene Sparten eingeteilt werden: Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung und Vollkaskoversicherung. Diese Versicherungen unterscheiden sich in ihren Leistungen. Nur die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben, die Teil- und Vollkaskoversicherung hingegen sind freiwillige Zusatzversicherungen, die meistens nur bei Neuwagen oder bei sehr teuren Gebrauchtwagen abgeschlossen werden. Wir informieren nachfolgend über die Unterschiede und den Leistungen dieser drei Versicherungsmodule.

Schon gewusst? Unterschiede zwischen Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkasko-Versicherungen weiterlesen

Kfz-Versicherung: Neue Typklassen für SUVs und Oberklasse-Fahrzeuge

Wie teuer die Kfz-Versicherung ist, hängt insbesondere von der jeweilige Typklasse des versicherten Fahrzeugs ab. Die Typklasse ist eines der zahlreichen Tarifmerkmale, nach denen sich der schlussendliche Versicherungsbeitrag errechnet. Änderungen bei den Typklassen – d.h. Neueinstufungen der jeweiligen Automodelle – können günstigere oder teurere Versicherungsbeiträge mit sich bringen.


Typklassen im Jahr 2017

_mg_6062Die so genannte Typklassenstatistik wird jährlich vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft – kurz GDV – in einer aktualisierten Form veröffentlicht. Indes spiegelt die Typklasse die Unfall- und Schadensbilanz der jeweiligen Fahrzeugmodelle in Deutschland wieder. PKW-Modelle mit geringen Schäden bzw. geringen Reparaturkosten werden in niedrige Typklassen eingeordnet, während PKW-Modelle mit hohen Unfall- und Schadensraten bzw. hohen Reparaturkosten in entsprechend höhere Typklassen eingeteilt werden. Dabei unterscheidet man weiterhin zwischen 16 Typklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung (Typklasse 10 bis 25), in der Teilkaskoversicherung (Typklasse 10 bis 33) sowie den Typklassen in der Vollkaskoversicherung (Typklasse 10 bis 34). Laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft ergeben sich für das Jahr 2017 insbesondere für Oberklasse-Fahrzeuge sowie hochpreisige SUVs einige Änderungen in der Typklassen-Statistik. Niedrigere Einstufungen erhalten Kleinwagen – etwa PKW-Modelle wie der Seat Mii, Opel Corsa oder Peugeot 108. Die Möglichkeit zur Typklassen-Abfrage ist unter https://www.gdv-dl.de/komplexe-suche/ möglich. Dazu müssen lediglich das jeweilige Jahr des Typklassen-Verzeichnisses, der Name des PKW-Herstellers, die Modellbezeichnung, die Motorisierung sowie der Hubraum des entsprechenden Fahrzeugs in eine Suchmaske eingegeben werden.

Im Video: Erklärung der Kfz-Typklassen

Andere Tarifmerkmale, nach denen sich der Versicherungsbeitrag errechnet

Die Regionalklassen

Abseits von den jährlich neu errechneten Typklassen gibt es noch zahlreiche weitere Risiko- bzw. Tarifmerkmale, die die Versicherer und Versicherungsgesellschaften bei der Berechnung des Versicherungsbeitrags berücksichtigen. Hier ist insbesondere die Regionalklasse zu nennen, die die Kfz-Schadensbilanzen von mehr als 400 Zulassungsbezirken widerspiegelt. Entscheidend für die Regionalklassen-Statistik ist der Zulassungsbezirk, in dem der PKW-Halter seinen Wohnsitz behaupten kann. Für die Berechnung der Regionalklasse nicht entscheidend ist, wo Versicherungsschäden und Unfälle vonstattengegangen sind. In der Regel gilt: Umso positiver die Schadensbilanz des jeweiligen Zulassungsbezirks ist, desto niedriger ist die Einstufung der Regionalklasse. Eine Regionalklasse-Abfrage ist ebenfalls direkt beim Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft möglich. Eine niedrigere Regionalklassen-Einstufung kann sich entsprechend positiv auf die Höhe des Versicherungsbeitrags auswirken. Damit einhergehend ist wichtig zu wissen, dass die Versicherungsprämie insbesondere bei einem Wohnort-Wechsel bzw. einem Umzug höher oder niedriger ausfallen kann. Sollte also eine Kfz-Ummeldung wegen Umzugs oder Halterwechsel erfolgen, muss dem Versicherer die neue Adresse unbedingt mitgeteilt werden. Die Änderung der Anschrift – d.h. die Anzeigepflicht zur Adressänderung – kann per Post, E-Mail oder Telefon vorgenommen werden. Erst dann erfolgt die Anpassung der Versicherungsprämie durch den Versicherer. Wichtig zu wissen: Bei einem Umzug besteht – im Gegensatz zur Typklassen-Änderung oder der reinen Regionalklassen-Änderung bei selbigen Wohnsitz – kein Sonderkündigungsrecht.

Nutzeralter, Fahrzeugalter, Nutzerkreis und Selbstbeteiligung

Nebst Typklassen und Regionalklassen dienen aber auch Nutzeralter, Fahrzeugalter sowie Nutzerkreis den Versicherern als Anhaltspunkte, um den Versicherungsbeitrag zu berechnen. Das Risikomerkmal des Nutzeralters kann sich entsprechend auf die Versicherungskosten positiv oder negativ auswirken. Dabei gilt: Jüngere als auch ältere Fahrer verursachen zumeist deutlich öfter Haftpflicht- bzw. Kaskoschäden, als es bei PKW-Nutzern mittleren Alters der Fall ist. Weil sich Schadens- und Reparaturkosten weiterhin nach dem Alter des Fahrzeugs richten, wird zudem das Fahrzeugalter (bei Erwerb) zur Berechnung des Versicherungsbeitrags zu Rate gezogen. Der Nutzerkreis des Fahrzeugs kann sich ebenfalls auf den Versicherungsbeitrag auswirken. So kann eine Kfz-Versicherung mit eingeschränktem Nutzerkreis deutlich günstiger sein, als eine Kfz-Versicherung mit einem erweiterten Nutzerkreis. Im Rahmen der Beitragshöhe von Kaskoversicherungen spielt natürlich auch die Höhe der Selbstbeteiligung eine Rolle. Hier gilt: Umso höher die mit der Versicherung vereinbarte Selbstbeteiligung ist, desto günstiger fällt schlussendlich auch der Versicherungsbeitrag aus. In puncto Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es hingegen keine Selbstbeteiligung – hier werden Unfall- oder Reparaturkosten des Unfallgegners stets in gesamter Höhe von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft des Versicherungsnehmers übernommen.

Jährliche Fahrleistung, Anzahl schadensfreier Jahre und Tarifgruppe

Versicherungsbeiträge im PKW-Bereich richten sich zudem nach der jährlichen Fahrleistung mit dem versicherten Fahrzeug, den schadensfreien Jahren sowie der Tarifgruppe des Fahrzeugnutzers bzw. Versicherungsnehmers. Umso höher die jährliche Fahrleistung ist, desto höher ist auch das Risiko, dass das Fahrzeug beispielsweise in einen Unfall verwickelt wird. Deshalb gilt: Wer eine geringere Kilometerlaufleistung bei Abschluss einer Kfz-Versicherung angibt, kann in der Regel mit einem günstigeren Versicherungsbeitrag rechnen. Ähnlich verhält es sich bei der Anzahl der schadensfreien Jahre: Mit jedem unfallfreien Jahr verbessert sich die Einstufung um eine Klasse. Daraus resultiert, dass Autofahrer mit zunehmenden Alter – und entsprechend höherer Erfahrung – mit einem günstigeren Versicherungsbeitrag rechnen können. Wichtig außerdem: Wer über lange Zeit unfallfrei unterwegs ist, kann durch den so genannten Schadensfreiheitsrabatt profitieren. Erwähnenswert bei der Berechnung des Versicherungsbeitrags ist zudem die Tarifgruppe des Versicherungsnehmers. Demnach gilt: Beamte oder Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes verursachen weniger Unfälle und Schäden, als es beim durchschnittlichen Autofahrer der Fall ist. Nicht zuletzt deshalb ist die Höhe des Versicherungsbeitrags auch von der Tarifgruppe abhängig.

Angabe eines sicheren Autostellplatzes

Die Angabe eines genauen und dauerhaften Abstellorts des Fahrzeugs kann sich ebenfalls positiv auf die Höhe der Versicherungsprämie auswirken. Wird das Fahrzeug beispielsweise auf privatem Grund, innerhalb eines Carports oder gar in einer Garage abgestellt, kann der Versicherer je nach gewähltem Versicherungstarif einen Beitragsrabatt gewähren.